
Es ist klar, dass autistische Symptome, exekutive Dysfunktionen, alle sozialen Symptome und auch Rituale und Verweigerung – in sehr starkem Zusammenhang mit der Intensität und den Herausforderungen der Sinneskanäle und der Motorik im autistischen Spektrum stehen. Viele Autist:Innen und auch bereits manche aktuellen Forschungsartikel heben hervor: Wenn du über ein autistisches Merkmal einer Person nachdenkst, ist das meistens nur dann sinnvoll, wenn du die hypersensitiven Sinne und die motorischen Herausforderungen der Person in deine Überlegungen miteinbeziehst.
Beispiele für die "Andere" Sensorik und Motorik im Autismusspektrum:
Umarmungen(unvermutet), Einkaufen im Supermarkt, Dose öffnen, Kochen, Schnürsenkel binden, Schreiben(Füllfeder,Stift), Essen(als Gesamtkomplex), Musik hören, Stoffe anfassen, Kleidung tragen, etc.
Jeder dieser Begriffe ist ein fixer Bestandteil des sozialen Lebens und Teil der Einbindung und der Rückkoppelung in die soziale Umgebung.
Und auch jeder dieser Begriffe ist auch nahezu positiv besetzt in einer neurotypischen Wahrnehmung.
Nur was ist, wenn Umarmung eine Folter,
Einkaufen ein Desaster, Kochen ein permanenter Alptraum, Schuhbänder binden nahezu unmöglich ist?

